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Start -> Häufig gestellte Fragen (F.A.Q.)

Was ist DSL?
DSL ist eine analoge Datenübertragungstechnik. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen ADSL und SDSL. Das A steht für asyncron, das S für synchron. Während bei einem ADSL Zugang der Upstream (die Geschwindigkeit, mit der man Daten ins Internet senden kann) langsamer als der Downstream (die Empfangsgeschwindigkeit) ist, sind diese bei SDSL gleichschnell. Für den normalen User ist ADSL sinnvoller, da es wesentlich kostengünstiger ist und die Surfgewohnheiten normalerweise so sind, daß man mehr runterlädt, als man sendet.

Verschiedene Anbieter benennen ihr DSL-Angebot unterschiedlich. So heißt das von der Telekom angebotene ADSL T-DSL, das Angebot der QSC AG heißt Q-DSL, NGI nennt es NGI-DSL.

Alle Varianten bieten einen schnellen Internetzugang, der im Downstream mindestens 12x so schnell wie eine ISDN-Verbindung (die ca. doppelt so schnell wie eine analoge 56k-Modemverbindung ist) ist.

Was ist eine Flatrate?
Während manche DSL-Anbieter auch zeit- oder volumenbasierte (die Kosten richten sich nach der übertragenen Datenmenge) Abrechnung anbieten, ist eine Flatrate ein Pauschalbetrag, der unbegrenzte Onlinezeit und unbegrenzte Datenmengen mit einschließt. Es lohnt sich, die Angebotsmodalitäten genau zu studieren - manche Anbieter nennen ihr Tarifmodell Flatrate, es ist tatsächlich aber nur zeitlich unbegrenzt, nach einem gewissen Datenfreibetrag entstehen zusätzliche Kosten.

Welches DSL ist das richtige für mich?
Generell hängt die Antwort nur von 4 Kriterien ab:
1. Kann mein bevorzugter Anbieter mich in einem angemessenen Zeitraum mit DSL versorgen?
2. Reicht mir die Geschwindigkeit, oder möchte ich mehr Geschwindigkeit haben?
3. Wieviel möchte ich für meinen DSL-Anschluß bezahlen?
4. Muß ich meinen Telekom-Telefonanschluß behalten, oder würde ich auch zu einem anderen Anbieter wechseln?

Grundsätzlich ist das günstigste Angebot mit echter Flatrate, das T-DSL der Deutschen Telekom AG eine gute Wahl. Gab es vor einiger Zeit noch erhebliche Qualitäts-, Zuverlässigkeits- und Geschwindigkeitsprobleme, so sind diese inzwischen weitestgehend behoben. Der Nachteil von T-DSL ist 1., daß man mitunter sehr lange Wartezeiten bis zum Anschluß in Kauf nehmen muß (einzelne Benutzer berichten von bis zu zwei Jahren), 2. muß man das benötigte DSL-Modem selber kaufen. Dafür kostet ein T-DSL Anschluß mit Flatrate ab ca. 35€/Monat.

Arcor bietet ebenfalls einen technisch mit T-DSL identischen DSL-Zugang an, allerdings nur in Verbindung mit einem Arcor-ISDN-Festnetzanschluß.

Zusätzlich zu den genannten bundesweiten DSL-Anbietern gibt es auch lokale Anbieter, die eventuell auch attraktive Angebote haben.

Will man mehr Geschwindigkeit und den DSL-Anschluß innerhalb eines Monats ab Beantragung (sofern technisch möglich) haben, so empfiehlt sich Q-DSL oder NGI-DSL. Diese Provider bieten im Downstream 25% mehr, im Upstream sogar 100% mehr Performance, das DSL-Modem wird kostenlos gestellt. Einen Q-DSL Anschluß gibt es schon ab 49€/Monat, inklusive echter Flatrate.

Welche technischen Voraussetzungen brauche ich für DSL?
Erstaunlich wenig - nur einen Telefonanschluß und einen Computer mit Ethernetanschluß, den fast immer auch günstig nachrüsten kann.
Während die Deutsche Telekom und Arcor DSL über die Telefonleitung laufen lassen, werden bei Q-DSL/NGI-DSL etc. eine separate Telefondose gelegt, über deren Kabel dann das DSL-Signal läuft. Dies setzt voraus, daß in der Telefonleitung noch ein Adernpaar frei ist. dies wird im Zuge der Anschlußmessung nach Auftragserteilung vom Anbieter festgestellt - sollte kein DSL möglich sein, treten beide Parteien kostenlos vom Vertrag zurück.
Das entweder selber gekaufte oder vom Abieter gestellte DSL-Modem wird einmal an die Telefondose und einmal per Ethernet an den Computer angeschlossen. Die Einwahl erfolgt über das PPPoE Protokoll. Während MacOS X dieses Protokoll integriert hat, braucht man dazu für MacOS 8/9 einen Zusatztreiber, den alle großen DSL-Anbieter inzwischen kostenlos bereitstellen sollten.

Ich will mehr als einen Rechner mit meinem DSL-Anschluß benutzen!
Kein Problem. Dafür ist ein Router nötig. Man kann entweder die in ab MacOS 10.2 eingebaute Internet-Sharing-Funktion benutzen oder für frühere Systeme eine Routingsoftware benutzen. Der eleganteste Weg - besonders bei mehr als zwei Geräten, die DSL gleichzeitig benutzen sollen, ist ein Hardware-Router. Im Grunde ist das ein kleiner Computer, der die Daten vom und zum DSL zwischen den Rechnern aufteilt, die sich im Netzwerk befinden. Solche Router gibt es ab ca. 150€. Lesen Sie auch unsere Anleitungen zum Thema Netzwerk/Router, um weiterführende Informationen zu erhalten!

Besitzt man eine Airport Basisstation, so kann man diese auch direkt als Router für DSL benutzen. Eventuell ist hierzu ein kostenloses Firmware-Update nötig.


3 Userkommentare

Name: Axel Datum: 07.04.2004 12:02 Uhr (IP: 212.7.128.137)

Moin Moin,
Ich habe das Problem, das das Netzwerkinterface unter OS X nicht aktiv ist. Wenn ich ein DSL-Modem anschlisse leuchtet die Kontrollleuchte nicht.
Das Modem und die Kabel sind O.K., dennn wenn das Modem an einen PC hänge klappt es. Wie aktiviere ich dieses Interface im System, damit ich das DSL-Modem auch am Mac nutzen kann??
Danke,
Axel


Name: zippy Datum: 30.11.2003 13:44 Uhr (IP: 145.254.112.2)

Hallo zusammen!

Wer hat Erfahrung mit Arcor-DSL?? Angeblich gibt es Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen Mac's und Arcor-DSL. Laut Arcor ist der Betrieb unter OS9 / OS10 möglich, erfordert aber eine bestimmte Software. Wo gibt es die und funktioniert das wirklich alles so einfach und einwandfrei?

Danke Vorab,

Zippy


Name: POD? Datum: 02.02.2003 12:20 Uhr (IP: 217.9.51.61)

Unter einigen Umständen ist es möglich, daß man kein DSL bekommen kann:

- das Wohngebiet ist noch nicht ausgebaut
- der Anschlußpunkt liegt zu weit von der nächsten Vermittlungsstelle entfernt
- die Verkabelung im/zum Haus ist zu marode für einen zuverlässigen Anschluß
- das Wohngebiet ist mit Glasfaserkabeln versorgt, über die ADSL technisch nicht möglich ist


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© Thomas Lohner, info@macseite.de